
Zum Inhalt
Chicago um 1929, Gangster beherrschen die Stadt. Die Girl-Band Sweet Sue and the Society Sincopaters hat ihren letzen Auftritt in Chicago bevor es mit dem Nachtzug nach Miami Beach geht. Vor der Abreise muss der Manager Bienstock noch die Positionen Saxophon und Bass neu besetzen. Glücklicherweise spielen Joe und Jerry, zwei völlig abgebrannte Musiker, die gesuchten Instrumente, sind aber als Männer für Bienstock nur für einen Botengang zu gebrauchen. In Erfüllung dieser Aufgabe werden die beiden unwillentlich Zeugen eines Bandenmordes. Um sich vor der Mafia in Sicherheit zu bringen, müssen sie Chicago verlassen. Ein Anruf bei Bienstock genügt und sie fahren mit der Band als Josephine und Daphne nach Florida. Die beiden freunden sich mit der charmanten Sängerin Sugar an, die sich in Miami einen Millionären angeln will und es kommt zu höchst amüsanten und spannenden Verwirrungen. Während Joe sich in Sugar verliebt und sich als Millionär ausgibt, wird Daphne alias Jerry von einem richtigen Millionär der Hof gemacht. Schlussendlich tauchen auch noch die Gangster im Hotel auf.
Die Entstehungsgeschichte
1959 erschien die US-Amerikanische Filmkomödie „Manche mögen’s heiß“ (Originaltitel: Some Like It Hot). Das Drehbuch wurde von Billy Wilder und I.A.L. Diamond verfasst. Wilder übernahm auch die Regie und die Produktion. In den Hauptrollen sind Marilyn Monroe (Sugar Kane), Tony Curtis (Joe) und Jack Lemmon (Jerry) zu sehen. Der Film war seinerzeit einer der erfolgreichsten Filme des Jahres und ist heute ein Klassiker. Das American Film Institute listet den Film als beste amerikanische Komödie aller Zeiten. Die Vorlage zu dem Film wurde 1935 von Robert Thoeren und Michael Logan für den französischen Film Fanfare d’Amour verfasst. 1951 diente die Geschichte auch als Vorlage für den deutschen Film Fanfaren der Liebe unter der Regie von Kurt Hoffmann. In dieser Version kamen allerdings noch keine Gangster vor.
Im Jahre 1972 wurde die Musicaladaption unter dem Titel „Sugar“ nach einem Buch von Peter Stone, der Musik von Jule Style und Gesangstexten von Bob Merrill am Broadway in New York erfolgreich uraufgeführt. Der Siegeszug des Musicals führte auch nach Europa und am 23. März 1989 wurde es erstmals in deutscher Sprache (Adaption von Peter Ensikat) im Metropoltheater in Berlin aufgeführt.
The Roaring Twenties
Die Geschichte spielt in den „Roaring Twenties“ (Goldene Zwanziger: 1920 bis 1929) in den USA. Einem Jahrzehnt des wirtschaftlichen Wachstums und kulturellen Wandels. Nach dem Ersten Weltkrieg erlebte die amerikanische Wirtschaft einen massiven Aufschwung. Neue Technologien, insbesondere in der Automobilindustrie, führten zu einer Massenproduktion, die den Wohlstand förderte. Der Konsum nahm enorm zu, und die USA wurden zu einer Konsumgesellschaft. Neben dem wirtschaftlichen Aufschwung war das Jahrzehnt auch eine Zeit des kulturellen Umbruchs. Der Jazz erlebte seinen Aufstieg und wurde nicht nur zu einer Musikrichtung, sondern auch zu einem Symbol des neuen Lebensgefühls. Die „Flapper“-Frauen trugen kürzere Kleider, rauchten in der Öffentlichkeit, tanzten ausgelassen und stellten sich gegen die strengen Normen der viktorianischen Ära. Sie symbolisierten die Emanzipation und den Wunsch nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Der gesellschaftliche Wandel war auch von der „Prohibition“ (1920 bis 1933 ) geprägt, dem landesweiten Verbot der Herstellung, des Transports und des Verkaufs von Alkohol durch den 18. Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung. Neben der Reduzierung des Alkoholkonsums zielte das Verbot auch auf die Bekämpfung von Verbrechen und Korruption ab, die man mit dem Konsum von Alkohol in Verbindung brachte und man erhoffte sich auch, die sozialen Probleme zu lösen. Allerdings bewirkte das Gesetz eine Zunahme von Verbrechen und einem erheblichen Ansteigt der organisierten Kriminalität. Das galt für schwere Verbrechen genauso, wie für die Produktion, die Einfuhr (Tunnel, präparierte Lastwagen, Schmugglerschiffe) und den Verkauf von Alkohol in illegalen Kneipen sog. Speakeasy (englisch „Flüsterkneipe“) vornehmlich in New York City und Chicago. Al Capone baute sich beispielsweise in Chicago eine eigene Alkohol-Industrie auf. Die „Roaring Twenties endeten abrupt mit dem Börsencrash am 24. Oktober 1929, der die USA in eine langanhaltende Wirtschaftskrise stürzte. Trotz ihres dramatischen Endes bleibt dieses Jahrzehnt als eine Zeit des kulturellen Wandels und des wirtschaftlichen Überflusses in Erinnerung, das die amerikanische Gesellschaft nachhaltig prägte.
Dietmar Rainer
Der im Schnalstal lebende, erfahrene Musiklehrer, Kapellmeister, Chorleiter und Organist zeichnet für das musikalische Arrangement sowie die musikalische Leitung dieser Produktion verantwortlich.
Seine große Leidenschaft gilt der Theatermusik, die er mit viel Feingefühl und Fachwissen zum Leben erweckt. Mit seinem Instrumentationservice „Toccata – Maßgeschneiderte Musikarrangements“ ist er weit über Südtirols Grenzen hinaus erfolgreich und arbeitet regelmäßig an nationalen und internationalen Projekten.
Vera Holzer
Die gebürtige Latscherin kam über das Ballett, das Eiskunstlaufen und das Kunstturnen zum professionellen Standard- und Lateinamerikanischen Wettkampftanzen. Seit 2003 ist sie selbständig als Choreografin im Showbereich tätig und bringt seither ihre tänzerische Erfahrung und kreative Energie in unterschiedlichste Projekte ein. Sie hat bereits bei mehreren Theater- und Musicalproduktionen in Südtirol mitgewirkt und überzeugt dabei durch ihre präzise, ausdrucksstarke und publikumswirksame Arbeit
Michaela Schölzhorn - Kontrabass
Myriam Tschenett - Klarinette
Manuel Tumler - Trompete
Andreas Lamprecht - Tenorsaxophon
Benjamin Blaas - Klarinette
Hannes Warger - Posaune
Jacob Geier - Gitarre
Luca Sberveglieri - Kontrabass
Und einen besonderen Dank allen Theaterbühnen aus dem Vinschgau die uns zur Hand gehen
