Publikum

Simmen aus dem Publikum:

 

Einer, der es am besten weiß

Sa. 15.06.13

Theater-Autor Toni Bernhart aus Prad zu „Don Quijote“ in Schlanders.


Sowas geschieht nur alle heiligen Zeiten

SCHLANDERS/PRAD. „Die Anstrengung war enorm, die Leistung der Schauspielerinnen und Schauspieler übermenschlich. Wenn in den letzten Wochen zahlreiche Bühnen des Vinschgaus in gemeinsamer Arbeit „Don Quijote“ nach Miguel de Cervantes auf die Bretter des Schlanderser Kulturhauses gebracht haben, war dies ein künstlerischer Höhepunkt im kulturellen Leben unseres Tales. Der Anspruch, diesen Mammutroman der Weltliteratur aus dem Jahre 1605 in einer Bühnenfassung zu spielen, war ein Ereignis, das tatsächlich nur alle heiligen Zeiten einmal stattfinden kann. Markus Gamper, Gustav Gurschler und Rudi Hölbling in den Hauptrollen und sieben weitere Darstellerinnen und Darsteller gaben ihr Bestes, um Christoph Brücks „Don Quijote“-Fassung“ auf die Bühne und den Vinschgern zu Gemüte zu bringen. Der Abend war stimmungsvoll und kurzweilig, streckenweise etwas atemlos, aber insgesamt ist jetzt schon klar, dass die Aufführung ein Glanzlicht im heurigen Südtiroler Theaterleben war. Das Publikum dankte es allen Beteiligten auf und hinter der Bühne mit lang anhaltendem Applaus“. „Don Quijote“ endet mit den Aufführungen heute Samstag um 20 Uhr und morgen Sonntag um 17 Uhr.

 

Ein Fest der Sinne

Di. 04.06.13

Die Aufführung war eine Augenweide

Christl Gamper, Bibliothekarin in Algund: "Phantastisch, mit welchem Feingefühl für Stimmungen und Farben der Regisseur das Stück inszeniert hat.

 

Da kann man nur begeistert sein

Mo. 03.06.13

Lorenz Marsoner, ehemaliger Spielleiter der Volksbühne Latsch und Förderer von Markus Gamper in der Rolle des Don Quijote.

Eine ungemein stimmige Inszenierung und eine große Leistung der Darsteller. Vor allem in der Auswahl der Kostüme hat der Regsiseur eine glückliche Hand bewiesen. Die Kostüme tragen viel zu dieser rundum gelungenen Inszenierung bei. Bei so viel technischer Raffinesse, so vielen Details und so viel Spielfreude kann man nur begeistert sein.

 

Was hat Sie besonders beeindruckt?

Fr. 31.05.13

Toni Bernhart, Prad - Berlin

"Die Gründlichkeit und Präzision der Darsteller"

 

Das Land ist voll von Don Quijotterien

Fr. 31.05.13

Eine Besucherin an Christoph Brück: Wo im Vinschgau wird gegen Windmühlen gekämpft?

Antwort: "Da möchte ich mich jetzt nicht festlegen. Ich werde mich hüten, ihrem schönen Vinschgau zu nahe zu treten. Aber ich habe versucht, den Darstellern klar zu machen, dass keine Region ausgenommen ist. Dass man überall unmöglichen Dingen nachjagt."

 

Don Quijote ist ein einziger Eycatcher

Do. 30.05.13

Natürlich ist das ganze Stück ein einziger Blickfang, aber das Verblüffende liegt im Detail.

Die Kömödie des Herrn Miguel de Cervantes - genauer das, was Christoph Brück in seiner Bearbeitung daraus gemacht hat, ist voller Eycatcher, neudeutsch für Blickfang. In erster Linie ist es der geniale Einsatz der Scheinwerfer, der zu umwerfenden und gleichzeitig berührenden Stimmungsbildern führt. Es lohnt sich aber, das Augenmerk auf den schrägen Bühnenboden zu richten. Nicht nur die Dachkammer von Sancho und Theresa ist dort verborgen. Es öffnet sich plötzlich das Grab des Camacho. Eine ebene Fläche ermöglicht das Aufpflanzen des Kreuzes. Das schlichte Brett ist wie der Steg über einen Fluss. Einmalig, wie der Regisseur die Kutsche der Herzogin aus einer Staubwolke auftauchen lässt. Verblüffend einfach und beeindruckend stimmungsvoll, wie er dem Gouverneur Sancho eine Insel vorgaukelt und die Untertanen im Schiff als Seeleute zu hawaiianischer Musik die Bühne betreten lässt. Das Maximum an Ideenreichtum uind Handwerkskunst liegt aber im Gaul Rosinante. Rudi Hölbling aus Mals, halb Mensch, halb Pferd, musikalisch von der Mähne bis zum Huf, wird zum Publikumsliebling.

 

 

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